Routen am Ellstab

Der Ellstab befindet sich im hinteren Lauterbrunnental an der Gratkette, die vom Gspaltenhorn ostwärts zum Tschingelgrat und weiter zum Ellstabhorn hinunterzieht. Die Kletterei befindet sich an einem südöstlich ausgerichteten Pfeiler, der dem Ellstabhorn vorgelagert ist.

Es gibt bis heute 3 komplett eingerichtete, sehr lohnende Linien.

Foto: Sacha Wettstein in der schönen Route Rahmzuschlag, die im Sommer 2006 eingerichtet wurde.

Zustieg: Von Stechelberg zu Fuss in gut 2 Stunden zum Berghotel Obersteinberg (Zimmer oder Massenlager). Von hier zum Stall bei P. 1837.9. In westsüdwestlicher Richtung steile Grashänge ansteigend gegen ein grosses mit Schnee gefülltes Couloir, das von P. 2947 herabzieht. An der Stelle, an der das Couloir aus den Felsen herauskommt (Bach) über Schrofen nach Nordosten zum Einstieg (von Obersteinberg 1 1/4 Std).

Für den Zustieg werden solides Schuhwerk und eine ebenso solide Kondition empfohlen. Wer dünne, kraftlose Sportkletterschenkel hat oder sonst einfach gemütlich drauf ist, dem wird für die Nacht das Berghaus Obersteinberg (Zimmer und Massenlager) wärmstens empfohlen.

Übersichtstopo als .pdf

Die neuste Kreation aus dem Sommer 2009 ist die Route 'Gaffe Oberschteibärg'. Eröffnet von Pfami, Beni Rupp und Sächu Wettstein, glänzt sie mit schönen 8 Seillängen bis 7a (6b+ obligatorisch).

Topo Gaffe Oberschteibärg als .pdf

Die erste Route am Massiv war Füürland aus dem Jahre 1994. 7 Seillängen bis 7b+ - eingerichtet von Resu Leibundgut, Jüri Anderegg und Üelu Gnädinger. Obwohl hier schon einige starke KlettererInnen Hand angelegt haben, ist die erste freie Begehung der Schlüssellänge noch ausstehend. News bitte an uns.

Bild anklicken für das Topo der Füürland

Im Sommer 2006 wurde von Resu Leibundgut, Sacha Wettstein und Tabea Schwab die Route 'Rahmzuschlag' 6c+ mit 6 Seillängen eingerichtet. Sie verläuft durchwegs durch kompakten, rauhen, grauen Kalk. Die Schichtung ist abwärts gerichtet, so dass du meistens vergeblich nach positiven Leisten suchst, sondern nur den Reibungstritten vertrauen kannst. Die Wand ist nach Südosten ausgerichtet und erhält somit schon früh am Morgen Sonne.

Bild anklicken für das Topo der Rahmzuschlag

Sächu Wettstein beim hämmern in seiner neusten Kreation, dem Gaffe Oberschteibärg.

 

Zwischen den glänzigen Haken muss doch noch geklettert werden. Das Gaffe gibts nicht gratis..

Sächu im Gaffe Oberschteibärg

 Im Juli 2005 begannen Sacha Wettstein und Chrigu Beeli, links der bestehenden Route Füürland eine Neutour einzurichten.

 

Nach drei Seillängen und einer halben wurde es ihnen zu schwierig, so dass sie nicht mehr weiterkamen. Die Fortsetzung sieht sehr homogen feingriffig und schwierig zum Kliffen aus, da die vorhandenen kleinen Strukturen abwärts geschichtet sind. Die bis hier angetroffene Felsqualität ist sehr gut und wird auch weiter oben bestimmt nicht schlechter. Auch ist die Fortsetzung bestimmt kletterbar, denn feine Strukturen sind immer vorhanden.

Da sie bei der Erstbegehung keine Bohrhaken aus dem letzten heraus setzen oder gar von oben herab einrichten möchten, haben sie das Projekt vorläufig aufgegeben. Es würde sie aber freuen, wenn andere Kletterer versuchen, die Route fertigzubohren. Es würde schätzungsweise sieben schöne Seillängen geben.

Sacha Wettstein geniesst seinen frischgebohrten Bohrhaken nach einem Psychoquergang.

Fragen zu den Routen am Ellstab könnt Ihr auch direkt an den Einrichter Sacha Wettstein stellen: sachaw@gmx.ch

Topo der angefangenen Route von Sacha Wettstein und Christian Beeli
Einrichten von unten ist harte Arbeit. Nach einem langen Tag am Seil ist handfeste Küche Balsam für Gemüt und Magen...
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