Häufig gestellte Fragen zu unseren IRATA-Trainings (FAQ)


Was bedeutet IRATA?

IRATA steht für Industrial Rope Access Trade Association. Der Verband wurde vor 20 Jahren in England für Arbeiten am Seil im Offshore-Bereich (Ölplattformen) gegründet. Inzwischen ist der IRATA-Standart weltweit auf allen Kontinenten in über 50 Ländern anerkannt und hat etwa 40'000 ausgebildete Techniker. Die knapp 200 zertifizierten Betriebe garantieren die Wahrung der strengen Sicherheitsstandarts sowohl in der Ausführung der Arbeiten wie auch in der Ausbildung. Mittlerweile sind die Geschäftsfelder der IRATA-Firmen gleichmässig verteilt auf 50% Off-shore-Arbeiten an Plattformen und Windfarmen und 50% On-shore-Arbeiten an Kunstbauten und im Gelände.

Wie hebt sich die IRATA von anderen Verbänden der Branche ab?
Durch ihre Grösse und Internationalität wird die IRATA weltweit als Vertreterin für die Branche zur Mitbestimmung von neuen Normen, Standards und Gesetzen beigezogen. Dies verleiht ihr eine Autorität und Kompetenz, die anderen, nur regional operierenden Verbänden ab geht. Der nötige Seilstundennachweis von einem Level zum nächsten verunmöglicht zwar einen schnellen Aufstieg, garantiert dafür jedoch die Qualität eines Technikers. Ein IRATA-Level 2 und 3 Ticket erhält somit nur, wer seit Jahren am Seil arbeitet und über grosse Erfahrung verfügt. Dass alle drei Jahre die Prüfung wiederholt werden muss sorgt dafür, dass nur aktive Techniker ihr Ticket behalten können und ständig über neue Entwicklungen weitergebildet werden.

Was spricht für TOPROPE als Ausbildungsbetrieb?
Die Trainer, die bei uns unterrichten, arbeiten auch im operativen Teil unserer Firma. Das heisst, es sind Leute mit jahrelanger praktischer Erfahrung auf dem Bau und im Gelände. Sie erhalten so einen direkten Einblick in eine Firma, die sich in der Wirtschaft bewährt und täglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert wird. 

Wie sicher ist der Job?
Die IRATA führt seit 20 Jahren eine Unfallstatistik über die Tätigkeiten in ihren zertifizierten Betrieben. Jährlich werden weltweit etwa 4 Millionen Stunden am Seil gearbeitet und von den Betrieben der IRATA rapportiert und es hat bisher dabei noch keinen tödlichen Unfall gegeben. Die Arbeit am Seil, vor allem in einem zertifizierten Betrieb, ist viel sicherer als alle anderen Branchen im Baugewerbe.

Wo kann ich mit dem IRATA-Zertifikat überall arbeiten?
Die IRATA-Ausbildung ist streng und geniesst deswegen einen sehr guten Ruf. Es ist das einzige Ticket, mit dem auf der ganzen Welt gearbeitet werden kann. Stellen werden unter anderem unter www.irata.org oder www.rigg-access.com angeboten. Für Leute, die gerne Reisen oder neben der Arbeit noch eine Fremdsprache lernen möchten, ist diese Ausbildung eine gute Wahl.

Wird die IRATA-Ausbildung von der SUVA anerkannt?
Ja

Kann ich mit dem IRATA-Ticket nur bei zertifizierten IRATA-Betrieben arbeiten?
Nein. Sie können bei jeder Firma arbeiten.

Wie sind die Jobaussichten mit einem IRATA-Ticket?
Die Arbeit am Seil ist eine Branche mit Zukunftspotenzial. Wir können jedoch grundsätzlich niemandem, der bei uns die Ausbildung absolviert, garantieren, dass er/sie einen Job findet. Dadurch, dass man sich weltweit auf Jobs bewerben kann, steigen aber die Erfolgschancen.

Wie gross ist die Chance, dass ich die Prüfung bestehe?
Wenn Sie fit sind und gewillt, jeweils am Abend nach den Kurstagen noch Theorie zu büffeln, stehen die Chancen selbst für Leute ohne Vorkenntnisse bei über 90 Prozent. Wir können aber selbstverständlich nicht garantieren, dass Sie die Prüfung bestehen, da diese von einem unabhängigen Experten abgenommen wird.

Was passiert, wenn ich bei der Prüfung durchfalle?
Je nach Prüfungsergebnis müssen Sie nochmals ein paar Stunden trainieren oder direkt an eine spätere Prüfung kommen. Sie bezahlen dann gemäss Preisliste den Prüfungstag und kriegen dafür zwei kostenlose Trainingstage bei uns.

Was erhalte ich, wenn ich die Prüfung bestehe?
Sie bekommen Ihre persönliche Nummer und werden in der IRATA-Datenbank erfasst. Sie erhalten auch ein Zertifikat, eine Mitgliederkarte und ein Logbuch, in das Sie Ihre Seilstunden eintragen können. Dieses wird benötigt, wenn Sie zum nächsthöheren Level aufsteigen wollen.

Wie lange ist die Ausbildung gültig?
Das Ticket ist gültig für drei Jahre. Danach müssen Sie entweder die Prüfung wiederholen oder den Kurs des nächsthöheren Levels besuchen. Es wird auch empfohlen, regelmässig Auffrischungskurse durchzuführen (diese können auch betriebsintern durchgeführt werden).

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um zum Level 1 zugelassen zu werden.
Sie brauchen keinerlei Vorkenntnisse. Allerdings müssen Sie körperlich und geistig gesund und fit sein. Sie sollten mindestens zwei bis drei Klimmzüge schaffen (so als Richtwert..). 

Brauche ich für den Level 1 einen aktuellen Nothelferausweis.
Nein. Dieser ist nur beim Level 3 notwendig.

Wie komme ich vom Level 1 zum Level 2?

Indem Sie mindestens ein Jahr arbeiten und 1000 Seilstunden vorweisen können.

Kann ich nach der Ausbildung mein eigenes Geschäft für Arbeiten am Seil aufmachen?
Nein. Laut den Vorschriften der SUVA muss ein Geschäft mindestens über einen Level 3 Mann verfügen. Mehr Infos dazu unter www.suva.ch/seil

Kann ich zwei meiner Leute ausbilden lassen und die dann als Team zusammen losschicken?
Nein. Laut den Vorschriften der SUVA muss auf jeder Baustelle mindestens ein Techniker mit Level 2 ständig anwesend sein. Mehr Infos dazu unter www.suva.ch/seil

Ich habe das Level 2 eines anderen Verbandes, kann ich direkt ins IRATA-System rüberwechseln?
Nein. Die IRATA macht keine Direct-Entries mehr. Für erfahrene Leute gibt es das sogenannte Fast-Track Verfahren. Wenn die Level 1 Prüfung mit einem „Sehr gut“ oder „Ausgezeichnet“ abgeschlossen wird (was nicht einfach ist..), kann die Dauer bis zum Level 2 Kurs  auf drei Monate verkürzt werden.